Unternehmen

Ein Unternehmen ist ein ganz spezieller Betriebstyp der marktwirtschaftlichen Systeme. Besondere Merkmale eines Unternehmens begründen sich auf dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip, dem Autonomieprinzip und dem Prinzip des Privateigentums. Das Gegenstück zu den Unternehmen wird innerhalb der Marktwirtschaft von öffentlichen Verwaltungen und Betrieben getragen. Welche Struktur ein Unternehmen einnimmt, wird im sogenannten Geschäftsplan festgeschrieben. Es wird jedoch auch nach einer räumlichen Struktur unterschieden. So gib es lokale Unternehmen, die nur einen Betrieb vor Ort führen. Werden in einer geografischen Region mehrere Betriebe geführt so handelt es sich um regionale Unternehmen. Ist das Unternehmen über die Ländergrenze hinweg aktiv, so spricht man von einem internationalen Unternehmen.

Ein Unternehmen unterliegt immer einer Rechtsform, welche gesetzlich geregelt ist. Diese Rechtsformen werden anhand zentraler Merkmale unterschieden. Hierzu zählt zum Beispiel das Haftungskapital zur Gründung des Unternehmens, welches gesetzlich vorgeschrieben wird. Durch die Rechtsform wird gleichzeitig bestimmt, ob das Unternehmen über eine eigene Rechtspersönlichkeit verfügt oder es sich um Teilhaber handelt. Unterschieden wird die Rechtsform in öffentlich-rechtliche und Privatrechtliche, doch alle Rechtsformen werden gesetzlich festgelegt.

Man kann Unternehmen insbesondere nach Branchen gliedern, so unterscheidet man zwischen den Dienstleistungsunternehmen und den Sachleistungsunternehmen. Dienstleistungsunternehmen sind hierbei Unternehmen, die keine physischen Güter produzieren, sondern immaterielle Dienste erbringen.Diese Dienstleistung bedarf keiner Lagerung und ist kaum übertragbar. Hier fallen die Erzeugung und der Verbrauch nahezu zeitlich zusammen. Das Sachdienstleistungsunternehmen beinhaltet insbesondere Industrie- sowie Handwerksunternehmen. Diese unterscheidet man dann nochmals nach der Erzeugungsstufe. So gibt es Gewinnungsunternehmen, diese bringen Urprodukte hervor. Hierzu zählen pflanzlich, tierische oder mineralische Naturvorkommen. Von diesen Urprodukten wird der Ausgangspunkt des Wirtschaftsprozesses dargestellt. Die Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, werden unter dem Begriff Primärsektor zusammengefasst. Der sekundäre Sektor hingegen befasst sich mit dem Veredeln und Aufbereiten der gewonnenen Urprodukte, welche danach von Verarbeitungsunternehmen in die Endprodukte transformiert werden.

Unternehmen werden weltweit aber auch in einen anerkannten Bewertungsmaßstab in der Größe unterschieden. Im deutschen Handelsgesetzbuch sind deshalb kleine, mittlere und große Kapitalgesellschaften festgeschrieben. Hierbei kommt es insbesondere auf solch entscheidende Maßstäbe wie Umsatzerlös, Bilanzsumme und Beschäftigungszahlen an.

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